Kirchenumfeld, Spielplatz und Baugebiet

vom: 15.01.2018

Bürgerversammlung Suderburg präsentiert Pläne fürs Jahr

Kurze Berichte aus der Verwaltung, Zeit für die Vereine und künftig wieder wechselnde Orte – die Bürgerversammlung Suderburg passt sich neuen Gegebenheiten an und bleibt doch als alte Tradition bestehen. So wurde im vorigen Jahr erstmals den Vereinen viel Zeit zur Vorstellung eingeräumt. Das kam gut an und wurde in diesem Jahr gerne wiederholt, diesmal im großen Vorlesungssaal im Luther’s Carpe Diem. „Die Bürgerversammlung wurde früher an wechselnden Standorten durchgeführt und so soll es künftig wieder gehalten werden“, sagte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff, der die Veranstaltung moderierte. Hoff konnte – auch dies war in den vergangenen Jahren wegen der Selbstentschuldung kaum möglich – eine Reihe von Investitionsmaßnahmen vorstellen, die in diesem Jahr in Angriff genommen werden sollen. So sind für die Gestaltung des Kirchenumfeldes in Suderburg Gelder für Planungskosten eingestellt, zudem soll der Spielplatz in der Wolfskuhle erneuert werden. Die Grundschule mit derzeit 127 Schülern bekommt eine neue mediale Versorgung. Auch der VfL Suderburg kann sich auf Investitionen in eine Solaranlage freuen, allerdings muss dazu zunächst die Sportförderrichtlinie der Gemeinde überarbeitet werden, was noch in diesem Jahr passieren soll. Für die studentischen Mitarbeiter des Jugendzentrums sind 7.000 Euro im Haushalt vorgesehen und eine Geschwindigkeitsmesstafel mit Speicherfunktion soll Gewissheit über das Fahrverhalten, insbesondere im Bereich der Bahnhofstraße bringen. „Mit einem Messprotokoll können wir gezielt mit der Polizei Kontakt aufnehmen, um Maßnahmen für die Verbesserung der Sicherheit zu ergreifen“, so Hoff. Die Pflege der Heidefläche am Tannrähm wird erstmals an eine Firma vergeben. Bei den Einwohnerzahlen kann Suderburg sogar einen „kräftigen Sprung nach oben“ konstatieren: 2835 Menschen leben derzeit in der Gemeinde, das sind 65 mehr als im Vorjahr. In 2011 waren es 2773 Einwohner. „Der demographische Wandel ist bei uns noch nicht brutal eingetreten“, so der Bürgermeister. Der größte finanzielle Brocken für die Gemeinde wird der Ankauf von Flächen für die Erweiterung des Baugebietes Tannrähmsblick als Lückenschluss zur Abrundung des Ortsbildes mit 300.000 Euro sein.

Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz konnte ebenfalls gute Haushaltszahlen präsentieren: Die Restschulden in Höhe von 64.305 Euro werden bis 2021 abgetragen und „nun sind auch wieder höhere Fördermittel möglich“. Zur Entlastung des Haushaltes trage auch die Senkung der Kreisumlage um 2,5 Punkte bei. Die Kitas im Gemeindegebiet sind fast voll ausgelastet, lediglich elf freie Plätze stehen derzeit zur Verfügung.

Pastor Dittmar freute sich, die Projekte Bürgerbus und „Artenvielfalt auf dem Friedhof“ vorstellen zu können. Angestoßen wurden diese dank des langjährigen Umwelt-Engagements in der Kirchengemeinde, das Suderburg bundesweit bekannt gemacht habe.

In der Fragerunde ging es um den Zustand der Waldwege, die beim Holztransport regelmäßig zerfahren werden. Hier ist die Gemeinde als Eigentümerin zuständig, obwohl die Einnahmen für die Holzernte größtenteils privatwirtschaftlich erzielt werden. Als „skandalös“ wurde die Abholzung von Bäumen am Sportzentrum bezeichnet, dies sei mit der Gemeinde nicht abgestimmt gewesen. Anwohner der Burgstraße wiesen auf Straßenschäden durch große Traktoren hin, die die enge Straße mit hoher Geschwindigkeit queren. In der Kritik stand zudem die Gestaltung der Treppenanlage der Hardautalschule. Diese sei vom Landkreis veranlasst und vergeben worden. Handlungsbedarf besteht zudem bei der Reinigung des Tunnels am Bahnhof.

Christine Kohnke